Koalitions-Poker: SPD wirbt um Überläufer aus der Linksparte

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Koalitions-Poker: SPD wirbt um Überläufer aus der Linksparte

Beitragvon Hermann1955 » Di 11. Mai 2010, 09:39

Um die Macht in NRW zu erringen, scheint den Sozialdemokraten jedes Mittel recht zu sein.
Jetzt wirbt die SPD nach WAZ-Informationen um Überläufer aus der Linkspartei.
Schon ein einziger Parteiwechsel würde für ein rot-grünes Bündnis reichen

http://www.derwesten.de/nachrichten/pol ... 70485.html




was soll daran schlecht bzw unmoralisch sein?
Demokratisch gewählte Politiker haben das Recht(in einigen Fällen sogar die Pflicht) mal über den Tellerrand zu sehen.
Und wenn wie mal nach Berlin schauen, da gibt es rot/rot schon etwas länger, und es scheint da zu funktionieren, auch wenn nicht alles Gold ist was da glänzt.
Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen, aber es gibt keine bessere.
Wer schweigt stimmt zu
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Re: Koalitions-Poker: SPD wirbt um Überläufer aus der Linksp

Beitragvon Detlev » Di 11. Mai 2010, 19:05

Öh, jaaaa ... doch gibt es einen kleinen Unterschied zwischen einer Koalition mit den LINKEN und dem Abwerben von LINKEN Mitgliedern um an einen weiteren Sitz im Landtag zu kommen. Anders gesagt: Das wäre dann eine indirekt gekaufte Wahl. Denn eines ist klar: Überläufer machen selten etwas umsonst. Auf die ein oder andere Art und Weise gibt es einen Ausgleich für den Parteiwechsel.

Überdies stellt eine Rot-Grün Regierung unter Zuhilfenahme einer "geworbenen" LINKEN Landtagsstimme eine klare Flucht vor den Folgen der sozialdemokratischen Parteipolitik der Vergangenheit dar. GRÜNE und ein Teil der LINKEN sind Kindsprodukte aus dem Hause der SPD. Bei den GRÜNEN ist das soweit klar. Die LINKE konnte seinerzeit als PDS nur im Westen "angekommen", indem die Sozialisten sich die WASG Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit an Board holte. Die WASG widerum entstand in Folge der starrköpfigen Haltung innerhalb der SPD Partei gegenüber sozial aktiven Mitgliedern. Klaus Ernst, Die LINKE, stammt aus dem Herzen der Sozialdemokratie.

Nein, das würden viele Wähler nicht wirklich akzeptieren. Das ureigenste SPD Problem müssen die Sozialdemokraten lösen. Und sich nicht über Abwerbemethoden aus der politische Verantwortung stehlen.
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